Preacher – der etwas andere Prediger



Halleluja! Ein Prediger mit dunkler Vergangenheit, seine Ex-Freundin und ein Vampir – auf der Suche nach Gott

Mit Preacher hat Amazon Ende Mai eine weitere AMC Serie ins Prime-Programm aufgenommen, die Anfang August mit „Call and Response“ nach nur 10 Folgen vorerst ihr Ende fand.

Die auf den gleichnamigen Comics von Garth Ennis (Autor) und Steve Dillon (Zeichner) basierende Serie erzählt die Geschichte vom texanischen Prediger Jesse Custer (Dominic Cooper), der hin- und her gerissen zwischen seinen Pflichten als Geistlicher und seiner dunklen Vergangenheit ist. Als eine mysteriöse Entität von ihm Besitz ergreift, macht er sich zusammen mit seiner Ex-Freundin Tulip und dem irischen Vampir Cassidy auf die Suche nach Gott – im wortwörtlichen Sinne.

"Preacher" © themoviedb.org
„Preacher“ © themoviedb.org

Skurril, verwirrend, überraschend und genial

Zugegeben, der Einstieg in die Serie war etwas gewöhnungsbedürftig. Der Zuschauer, der die Comics nicht kennt (so wie ich), erfährt nach und nach worum es bei Preacher geht, auch wenn es einige Folgen braucht.

Eine geradlinige Handlung hätte diese Serie sicher nach der ersten Staffel auf’s Abstellgleis gebracht. Gerade diese etwas eigenwillige Erzählweise der Serie hat ihren Charme und auch zurecht dazu geführt, dass es ein Wiedersehen mit einer zweiten Staffel gibt. Denn ausschlaggebend war der künstlerische Aspekt und die Umsetzung für die Fortsetzung.

Jesse Custer "Preacher" © themoviedb.org
Jesse Custer „Preacher“ © themoviedb.org

Die Charaktere

Ein rauchender, trinkender und Drogen nehmender Prediger mit einer dunklen Vergangenheit und einer übernatürlichen Macht namens „Genesis“ in sich… Das ist nicht das klassische Bild eines Geistlichen, das man normalerweise bei einem „Prediger“ im Kopf hat. Dazu seine, nach Rache sehnende, Ex-Freundin und ein Vampir. Ach ja, dann sind da auch noch 2 Engel mit der Mission, „Genesis“ wieder aus dem Prediger zu bekommen…  Verrückter geht es kaum, aber genau DAS macht die Serie sehenswert.

Fazit

Preacher ist nicht unbedingt leichte Kost für Zwischendurch. Man sollte sich Zeit nehmen, um in die Story einzutauschen und die Charaktere und Handlungen zu verstehen. Wer das tut, der wird mit Preacher viel Spaß haben. Großartige Unterhaltung, tolle Darsteller und eine ungewöhnliche Geschichte.

Wie es weiter geht?

Die zweite Staffel ist für 2017 geplant. Wie bei den Kollegen von Giga zu lesen ist, soll es sogar 13 statt 10 Folgen geben, und auch der Cast soll unverändert bleiben. Bleibt zu hoffen, dass der aktuelle Deal mit Amazon auch für die kommende Staffel bestehen bleibt, und somit eine zeitnahe Ausstrahlung in Deutschland erfolgt. Wir werden bei Neuheiten zu diesem Thema natürlich auf diesen Seiten berichten.

Zu sehen bei?

Preacher findet ihr aktuell bei diesen Anbietern:

 

Preacher – der etwas andere Prediger
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Die Verfügbarkeit und Preise entsprechen dem Stand vom 11. Aug 2016.
Leider werden Inhalte aus Lizenzgründen (vorübergehend) aus dem Programm genommen, oder die Preise ändern sich.
Darauf habe ich natürlich keinen Einfluss... Checkt bitte vorher auf der/den Seite/n des/der Anbieter die Verfügbarkeit und Preise des beschriebenen Titels, da diese u.U. von hier beschriebenen Konditionen abweichen können!
Vielen Dank und viel Spaß beim Couchen!

Thomas

Film- und Serien-Junkie, vorzugsweise aus den Rubriken "Action", "Crime", "Sience Fiction" und "Drama". Gern auch mal eine Komödie oder tiefgründige und anspruchsvolle Unterhaltung. Aber am liebsten laut und schnell. :)

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