Check – VoD bei geringer DSL-Bandbreite



Die Auswahl an Filmen und Serien ist mittlerweile recht umfangreich geworden bei den VoD-Anbietern. Und natürlich ist dann das „Verlangen“ nach dem gewünschten Inhalt entsprechend groß. Doch schnell weicht die Vorfreude der Enttäuschung, wenn die benötigte Bandbreite beim DSL-Anschluss nicht zur Verfügung steht.

Mit diesem Artikel möchte ich die Anbieter bei geringer Bandbreite vergleichen. Ich persönlich habe das Glück zu Hause einen 50 Mbit/s VDSL-Anschluss der Telekom zu nutzen, und kann somit alle Inhalte in höchstmöglicher Auflösung und ruckelfrei genießen. Aber unter der Woche – in meiner Gästewohnung an meinem Arbeitsort – ist es nur ein 2.000er DSL-Anschluss, und dann auch noch mit langer WLAN-Strecke innerhalb des Hauses. Also wirklich „miserable“ Voraussetzungen, oder?

Bandbreiten-Check!
Bandbreiten-Check!

Mindestanforderungen

Jeder Anbieter empfiehlt für den VoD-Genuss einen entsprechenden Internetanschluss. Für Maxdome, Watchever, Amazon Prime und Netflix habe ich die Mindestanforderungen einmal zusammen getragen.

Maxdome: Für Inhalte in SD (Standard-Qualität) ist mindestens ein Anschluss mit 2 Mbit/s erforderlich (2.000er DSL Anschluss). Für HD-Inhalten sollten es mindestens 6 Mbit/s (6.000er) sein. Mehr dazu inkl. Speedtest auf dieser Seite bei Maxdome.

Watchever: Bei Watchever solltet ihr für die Standard-Qualität schon über einen Anschluss mit 3 Mbit/s verfügen. Für HD-Inhalte werden ebenfalls 6 Mbit/s benötigt. Auf dieser Seite findet ihr noch einmal alle Infos zum Empfang inkl. Speedtest.

Amazon (Prime) Instant Video: Amazon ist bei der Geschwindigkeit genügsamer als die beiden vorher genannten Anbieter. So müsst ihr für SD-Inhalte „lediglich“ einen Anschluss mit 900 Kbits/s bereit stellen (1.000er Anschluss) und für HD-Inhalte mind. 3,5 Mbit/s. Das ist knapp die Hälfte an Leistung für HD-Inhalte, die bspw. Maxdome und Watchever verlangen. Weitere Informationen und Voraussetzungen findet ihr auf dieser Seite.

Netflix: Noch etwas „sparsamer“ ist Netflix. Hier müssen gerade einmal 0,5 Mbit/s für die Mindestauflösung zur Verfügung gestellt werden. Für vergleichbare SD-Qualität sind es aber schon 3,0 Mbit/s und für HD-Inhalte 5,0 Mbit/s. Wer den entsprechenden Tarif bei Netflix gewählt hat, und Titel in Ultra-HD genießen möchte, der benötigt aber auch einen Anschluss mit mindestens 25 Mbit/s (!!). Diese Infos könnt ihr hier aber auch noch einmal nachlesen.

Diese Zahlen allein garantieren aber noch nicht das ungestörte VoD-Erlebnis. Es gibt weitere Faktoren, die einem die Freude am Streamen vermiesen können.

Beachtet bitte immer:

  • Die wirklich zur Verfügung stehende Bandbreite kann von den angegebenen Werten des DSL-Anbieters abweichen. bekanntlich ist die Bandbreite am Abend geringer als bspw. Vormittags. Es empfiehlt sich daher mehrere Messungen zu unterschiedlichen Tageszeiten vorzunehmen, um sich so einen Mittelwert zu errechnen. Zur Bandbreitenmessung stehen euch unterschiedliche Online-Services zur Verfügung.
  • Je mehr Nutzer auf das VoD-Angebot zurück greifen, desto stärker sind auch die Server und die Infrastruktur belastet. Zu „Stoßzeiten“ kann es so auch zu Engpässen kommen, und der Film oder die Serie „haken“ oder „puffern“ am heimischen TV.
  • WLAN vs. LAN – Je nach Entfernung zum Router gibt es Unterschiede zwischen der Anbindung des TV mit WLAN (kabellos) oder via LAN (kabelgebunden). LAN-Verbindungen (auch DLAN über das Stromnetz) sind unempfindlicher gegenüber Aussetzern und Störungen als WLAN-Verbindungen.

Praxiserfahrungen

Ich möchte abschließend noch mein persönliches „Test-Ranking“ aufstellen, was die Nutzbarkeit bei geringer Bandbreite angeht. Grundlegend „funktionieren“ alle Anbieter bei geringer Bandbreite, aber mit deutlichen Unterschieden in Qualität und Geschwindigkeit.

Platz 4: Watchever. Watchever hat – wie oben beschrieben – die höchsten Anforderungen bei der Wiedergabe von SD-Inhalten. Dies merkt man auch gerade in den „Stoßzeiten“ zwischen 20:00 und 23:00 Uhr. Hier gibt es immer wieder Pausen bei der Wiedergabe, um den Inhalt zu puffern. Das kann mit unter äußerst nervig sein, wenn es zu oft passiert. Bei ausreichender Bandbreite läuft Watchever aber problemlos – auch zur Prime-Time.

Platz 3: Maxdome. Maxdome läuft bei geringer Bandbreite stabiler als Watchever, muss aber auch das ein oder andere Mal „puffern“. Die Bildqualität ist aber deutlich besser als bei Watchever.

Platz 2: Amazon. Die geringeren Anforderungen an die Bandbreite sind deutlich zu spüren beim Streamen. Ein Film oder eine Folge meiner Serien laufen in der Regel ohne Puffer-Pausen durch – auch zur Prime-Time.

Platz 1: Netflix. Netflix hat mit meiner geringen Bandbreite die geringsten Probleme. Puffer-Pausen gibt es fast nie und die Bildqualität ist auch ordentlich. Einzig bei „dunklen Szenen“ wirken Übergänge von grau zu schwarz ziemlich pixelig (aber das passiert auch bei den anderen Anbietern) und schnelle Action-Szenen haken für einen Moment. Danach geht es aber ordentlich weiter. Der Unterschied zu Amazon ist gering, aber bei vielen Titeln und längerer Streaming-Zeit zu merken.

Wie sind eure Erfahrungen? Habt ihr Probleme aufgrund eurer Internet-Bandbreite? Ich freue mich auf eure Meinungen! Bis dahin – viel Spaß beim Streamen!

Check – VoD bei geringer DSL-Bandbreite
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Hier stimmt was nicht?

Die Verfügbarkeit und Preise entsprechen dem Stand vom 21. Feb 2015.
Leider werden Inhalte aus Lizenzgründen (vorübergehend) aus dem Programm genommen, oder die Preise ändern sich.
Darauf habe ich natürlich keinen Einfluss... Checkt bitte vorher auf der/den Seite/n des/der Anbieter die Verfügbarkeit und Preise des beschriebenen Titels, da diese u.U. von hier beschriebenen Konditionen abweichen können!
Vielen Dank und viel Spaß beim Couchen!

Thomas

Film- und Serien-Junkie, vorzugsweise aus den Rubriken "Action", "Crime", "Sience Fiction" und "Drama". Gern auch mal eine Komödie oder tiefgründige und anspruchsvolle Unterhaltung. Aber am liebsten laut und schnell. :)

Psst... Das darf auch gern mit dem Rest der Galaxie geteilt werden!

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