Angesehen: „Luke Cage“



Mit „Luke Cage“ präsentiert Netflix die dritte der vier geplanten Superhelden-Serien, welche nächstes Jahr in „The Defenders“ zusammenlaufen sollen.

Dieser Text kann Spoiler enthalten, also rate ich jedem, der die Serie noch nicht gesehen hat, später wiederzukommen. Die 13-teilige Serie, welche in Kooperation mit Marvel entstanden ist, führt die Geschichte von Luke Cage fort, welcher bereits in „Jessica Jones“ in Erscheinung getreten ist. In dieser Serie ist er jedoch der Titelheld. Während man in Jessica Jones zu wenig von im erfahren hat, so ist seine Rolle hier zu dominant und dreht sich im Kreis.

Gefühlt die halbe Serie ist er hin- und hergerissen, ob er Harlem jetzt beschützen soll, oder nicht. Am Anfang der Serie arbeitet Luke in dem Friseursalon eines Harlem-Urgesteins namens Pop, welcher sich früher selber als Gangster einen Namen gemacht hat. Doch die Ruhe wird von dem Nachtclubbesitzer Cornell „Cottonmouth“ Stokes bedroht, wessen Streben nach Macht viel Leid kostet. Nachdem Pop im Auftrag von Cottonmouth getötet wurde, schwört Luke Rache.

Auf seinem Weg wird er von der begabten Polizistin Misty Knight, sowie der Krankenschwester Claire Temple unterstützt. Doch auch Cottonmouth hat seine Verbündeten. Zum einen wäre da seine Cousine und gleichzeitig Stadträten, Mariah Dillard. Auch der misteriöse Shades, welcher stets eine Sonnenbrille trägt, soll im Verlauf der Geschichte noch eine Rolle spielen.

Luke Cages Superkraft, die Kugelsicherheit - © Netflix
Luke Cages Superkraft, die Kugelsicherheit – © Netflix

Wie schon erwähnt, gestaltet sich Luke Cage zu dominant im Vergleich zu anderen Figuren. So erweist sich Mariah im Ansatz als sehr interessante Figur, ihr wird jedoch nicht genug Sendezeit gegeben, um den Charakter weiter auszubauen. Desweiteren bekommt im Staffelfinale keine Figur ein richtiges Ende. Es fühlt sich am Ende unvollendet und gezwungen gestreckt an. Die Rivalität mit einem zweiten Bösewicht, über den ich hier noch nichts verraten möchte, endet in einem absolut lächerlichen Finale. Dort hat man gefühlt zwei bis drei Handlungsschritte übersprungen.

Für die kurzweilige Unterhaltung ist Luke Cage jedoch allemal zu haben. Ein fantastischer Hip-Hop Soundtrack untermalt die knallharten Action-Szenen. Schauspielerisch geht Mike Colter in seiner Hauptrolle mehr auf als noch in Jessica Jones, wobei sich aber meiner Meinung nach vor allem Mahershala Ali als Cottonmouth in den Vordergrund spielt.

Am Ende des Tages hätte man das Ganze auch auf 10 Episoden kürzen können, da man sich lange im Kreis dreht und vieles immer und immer wieder durchkaut.

Man muss es aber nicht schlechter reden als es ist, an vielen Stellen macht Luke Cage durch aus Spaß und ist gestalterisch top ausgestattet. Dazu eine glaubwürdige Kulisse.

Angesehen: „Luke Cage“
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Die Verfügbarkeit und Preise entsprechen dem Stand vom 31. Okt 2016.
Leider werden Inhalte aus Lizenzgründen (vorübergehend) aus dem Programm genommen, oder die Preise ändern sich.
Darauf habe ich natürlich keinen Einfluss... Checkt bitte vorher auf der/den Seite/n des/der Anbieter die Verfügbarkeit und Preise des beschriebenen Titels, da diese u.U. von hier beschriebenen Konditionen abweichen können!
Vielen Dank und viel Spaß beim Couchen!

Lukas

Fan von US-Serien, vor allem aus der Kategorie Drama. Es darf zwischendurch aber auch gerne mal Comedy sein.

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